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Erinnerungsgeschenk TOPof19 Marsch

TOPof19 – Das 6-Tage-Fest der Musig Lenggenwil vom 25. Mai bis 2. Juni 2019 mit St.Galler Kantonalmusikfest, Volksmusig-Tag, Töffli-Treff, Chinderfäscht und Uniformenweihe

Die teilnehmenden Vereine am St.Galler Kantonalmusikfest kehren nicht nur mit einem Bewertungsbogen und vielen Eindrücken nach Hause. Als Erinnerung erhalten sie den von
Stefan Roth komponierte Marsch «TOPof19». Roth spricht über das Komponieren und worauf er dabei Wert legt.

«Diese Anfrage konnte ich nicht ablehnen», sagt Stefan Roth und lacht. Dann erklärt er: «Nur schon deshalb, weil sie von Lenggenwil kam». Die Musig Lenggenwil, die das St.Galler
Kantonalmusikfest unter dem Motto «TOPof19» am 25. und 26. Mai 2019 organisiert, hatte den in Bischofszell wohnhaften Musiker und Dirigenten beauftragt einen Erinnerungsmarsch
für alle teilnehmenden Vereine zu komponieren. Einzige Voraussetzung war, dass die Komposition für alle Spielklassen (Höchstklasse bis 4. Klasse) und Besetzungen (Brass Band
und Harmonie) spielbar sein muss. Seine Arbeit hat Stefan Roth nun beendet. Mitte Oktober haben die Lenggenwiler Musikantinnen und Musikanten den Marsch «TOPof19» erstmals
gespielt. Die Uraufführung findet an den Unterhaltungsabenden des Musikvereins am kommenden Samstag, 27. Oktober, und am Samstag, 3. November, statt.

Persönliche Bande und Bekanntheit
«Wir haben sofort an Stefan Roth gedacht, als wir uns mit dieser Idee befassten», sagt Sereina Meienhofer, OK-Verantwortliche fürs Kantonale Musikfest. Roth sei in der Region
bekannt und die Musig Lenggenwil pflege einen persönlichen Kontakt zum Musiker, weil er auch schon Probetage in Lenggenwil geleitet habe. Stefan Roth beschreibt sich selbst als
Gelegenheitskomponist für Gebrauchsmusik wie Märsche und Paso-Dobles. Einer seiner bekannteren ist der TKB-Jubiläums-Marsch, der «Thurgauer Kantonalbank-Marsch», der
Sereina Meienhofer gut gefällt. «Roth hat einen Namen in der Blasmusik-Szene, er kennt sich aus», bringt sie die Wahl auf einen Punkt. Sie hat den Marsch «TOPof19» bereits gespielt
und zeigt sich überzeugt, dass der Erinnerungsmarsch in Erinnerung bleiben wird. «Er ist gut spielbar und gehörfällig». Mehr verrät sie nicht.

Auf der Suche nach der guten Melodie
«Komponieren braucht Geduld, Zeit und Inspiration», erklärt Stefan Roth. Diese Inspiration, die steht zu Beginn, die Inspiration zu «einer guten Melodie», wie sich der Musiker
ausdrückt. Danach sucht er in seinem Kopf. Dort, wo sich Millionen von Melodien tummeln und er zu vermeiden versucht, eine dieser Melodien zu verwenden. Oft verwirft er
Geschriebenes wieder, weil er das Gefühl hat, dass er diese Melodie schon gehört hat. Irgendwann dann, war die Melodie im Kopf, jene Melodie, die ihm für den «TOPof19»-
Marsch gefiel. Stefan Roth beschreibt, worauf er beim Komponieren ebenfalls grossen Wert legt: «Ein Marsch muss gut instrumentiert sein, das ist das qualitativ Wertvolle eines
Marsches. Er darf nicht zu schwierig sein und muss auch mit einer kleinen Besetzung gut klingen». Oft spielt bei Stefan Roth der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle. Druck beim
Schreiben beflügelt ihn. Was sich in seinem Kopf über längere Zeit ansammelt, bringt er dann in wenigen Tagen auf das Papier. Letztlich verrät er dann auch, weshalb er der Musig
Lenggenwil keine Absage erteilen konnte: «Ich habe grossen Respekt vor dem Dirigenten Josef Meienhofer, der seit Jahrzehnten mit unglaublicher Akribie, Sorgfalt sowie Geduld
arbeitet und erfolgreich ist».

Stefan Roth
Stefan Roth verbrachte seine Jugend in Aadorf. Seine ersten musikalischen Schritte machte er als Mitglied der Musikgesellschaft Aadorf. Später trat er der Liberty Brass Band
Ostschweiz bei. Er studierte an der Hochschule der Künste in Zürich und anschliessend in Maastricht, wo er sein Studium erfolgreich als Bachelor of Arts in Music abschloss. Nach
zweijährigem Masterstudium bei Ludwig Wicki, Dominique Roggen, Rolf Schumacher, Oliver Waespi und Thomas Rüedi erwarb er 2012 an der Hochschule der Künste Bern den Titel
Master of Arts in «Blasmusikdirektion» mit Auszeichnung. Im Juli 2016 erreichte er am «1st International Conductor’s Competition» in Augsburg den 2. Rang unter 50 teilnehmenden
Dirigenten der ganzen Welt. Zurzeit ist er als Dirigent des Blasorchesters der Jugendmusik Kreuzlingen, des Symphonischen Blasorchesters Kreuzlingen, des Musikvereins KradolfSchönenberg,
der Bürgermusik Untereggen und der Uniun da Musica Sagogn tätig. Seit März dieses Jahres dirigiert Stefan Roth die Liberty Brass Band Ostschweiz, die in der Höchstklasse
spielt.